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Der Thüringer war klein, untersetzt, sehnig mit Stehohren und wolfsgrauer Färbung, voller Aktivität und Nerv. Der Württemberger war mit einer besseren Rute, kräftigen Knochen, einer guten Hinterhandwinkelung und einem guten Gangwerk ausgestattet, jedoch fehlte ihm das erwünschte Stehohr. Die daraus hervorgegangenen Verbindungen waren von unterschiedlicher Größe und Haarlänge. 1899 wurde die gelenkte Zucht eingeleitet. Es wurde ein Rassestandard erstellt. Leider blieb der Langstockhaarige Schäferhund dabei auf der Strecke. Es wurde nur der Stockhaarige vorangetrieben. Trotz jahrzehntelanger Selektion ist es dem SV nicht gelungen, das Langstockhaar auszumerzen. Der Langstockhaar - Schäferhund stammt also genau wie der Deutsche Schäferhund von den Hütehunden ab. Manche Zuchtvereine verstehen unter dem Altdeutschen Schäferhund nur diejenige Variante des Langstockhaarigen, die seit mindestens vier Generationen nachweislich langstockhaarige Vorfahren besitzt. Andere nennen sie ausschließlich Langstockhaar - Schäferhunde, unabhängig davon, wieviel Generationen langstockhaarige Vorfahren sie vorweisen.
©Heinrich Gepert, 1997
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