|
Als erste Übung eignet sich das “Watch me!” oder “Schau!” besonders gut. Dabei lernt Ihr Hund, Ihnen seine volle Aufmerksamkeit zu schenken, indem er Ihnen ins Gesicht schaut. Später können Sie mit dieser Übung in jeder Situation die Aufmerksamkeit Ihres Hundes auf sich lenken. Das klappt aber nur, wenn Ihr Hund die “Watch me!-Übung sehr gut verinnerlicht hat. Leinen Sie Ihren Hund an, um so zu verhindern, dass er Ihnen verloren geht. Halten Sie die Leine locker in der Hand oder stellen Sie sich mit einem Fuß auf die Schlaufe. Secken Sie das Futter in die Tasche oder stellen Sie es außer Reichweite Ihres Hundes hinter sich.
1.)”Watch me”!
Sie müssen jetzt sehr geduldig sein. Ohne dass Sie ihn ansprechen, lernt Ihr Hund jetzt, Ihnen ins Gesicht zu schauen.
Am Anfang wird Ihr Hund sicherlich von Ihnen wegschauen.Bei jeder noch so kleinen Bewegung des Hundekopfes in Ihre Richtung signalisieren Sie ihm mit dem Clicker, dass er auf dem richtigen Weg ist: Hund bewegt den Kopf,”Klick!”, Futter. Stecken Sie sich kleine Zwischenziele, dann haben Sie und Ihr Hund mehr Erfolgserlebnisse. Je einfacher die Zwischenziele für den Hund zu erreichen sind, desto mehr Spaß wird er beim Üben haben.
Erwarten Sie nicht zu viel von Ihrem Hund. Nehmen Sie sich deshalb pro Übungseinheit nur einen einzelnen Schritt aus der Übungskette vor. Das heißt: In der ersten Übungseinheit ist Ihr Etappenziel nur, das Ihr Hund den Kopf bewegt. Diese Übungseinheit sollte 10 bis 15 mal wiederholt werden. Danach wird dann ein höheres Ziel gesetzt: Ihr Hund muss Sie anschauen, damit ein “Klick!” samt Leckerli folgt. Wenn diese Übung mehrmals wiederholt wurde, steigern Sie die Übung erneut: Ihr Hund geht einen Schritt auf Sie zu und schaut Ihnen in die Augen. Es folgt ein “Klick!” und ein Leckerli.
Üben Sie nicht länger als drei Minuten am Stück und nur einmal täglich; wenn möglich nicht direkt nach dem Füttern. die gefüllte Futterschüssel kann nach dem letzten “Klick!” einer Übungseinheit - statt eines einzelnen Leckerlis der Jackpot sein.
Das Kommando
Erst muss der Hund eine Übung beherrschen, bevor Sie ihr einen Namen geben. Bislang hat Ihr Hund gelernt, Sie einmal kurz anzuschauen, sobald Sie eine Übungseinheit begonnen haben. Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Hund begriffen hat, dass es um das Anschauen geht und er das deshalb immer wieder tut, steigern Sie die Ablenkung. Üben Sie im Garten statt in der Wohnun, dann während edes Spaziergangs und schließlich auch wenn andere Hunde dabei sind.
Wichtig: Falls die Ablenkung doch einmal zu groß wird, Ihr Hund Sie also nicht mehr anschaut, gehen Sie einen Schritt zurück und üben mit weniger Ablenkung. Sobald Ihr Hund auch unter starker Ablenkung eine Übung gerne immer wieder ausführt, kann es weitergehen. Drücken Sie den Clicker nicht mehr nach jedem Anschauen, sondern nach jedem zweiten, dann nach jedem dritten und wieder nach jedem Mal.- Variieren Sie. Sobald Ihr Hund das gewünschte Verhalten auch unter starker Ablenkung und variabler Bestärkung immer wieder zeigt, können Sie der Übung einen Namen geben. Sie sagen Ihrm Hund also, wie das heißt, was er die ganze Zeit macht. Wenn Ihr Hund Sie nun wieder anguckt, sagen Sie das Kommando (z.B. “Watch me!” oder “Schau!”), dann drücken Sie den Clicker und geben ihm ein Leckerli.
Natürlich muss auch dieser Übungsschritt etliche Male wiederholt werden, ehe Sie davon ausgehen können, dass Ihr Hund die Übung mit dem Kommando verknüpft hat. Da er sich den Ablauf der Übung selbst erarbeitet hat, indem er anfangs nur den Kopf gedreht und Ihnen zum Schlusss direkt ins Gesicht geschaut hat, beherrscht er sie sicher und wird sie schließlich auf Kommando ausführen.
Später gehts auch ohne Futter
Nachdem Sie das Kommando fleißig geübt haben, brauchen Sie den Clicker nicht mehr - für diese Übung. Jetzt können Sie einfach nur mit dem Kommando das gewünschte Verhalten bei Ihrem Hund abrufen - ohne “Klick!” und ohne Futter. Wenn Sie später doch noch einmal bei der Übung klickern, denken Sie daran, dass nach jedem “Klick!” ein Leckerli folgt.
|