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Clickertraining was steckt dahinter?

Im so genannten Clickertraining (auch unter dem Begriff “Click and Treat”) bekannt, was soviel heißt wie Click und Leckerchen, geht es um die Ausbildung von Tieren - in unserem Fall sind das Hunde, und in der Tat wird das Clickertraining in der ganzen Welt erfolgreich mit den verschiedensten Tieren betrieben - vom Huhn über den Eisbär bis hin zum Lama.

Karen Pryor, die das Clickertraining so populär gemacht hat, ist mit diesem System sogar gelungen, einem Fisch beizubringen, durch einen ins Wasser gehaltenen Reifen zu schwimmen.

Wissenschaftlich definiert ist das Clickertraining eine kurze Umschreibung für operantes Konditionieren auf der Basis von positiver Verstärkung, den systematischen Gebrauch eines konditionierten Verstärkers einschließend.

Mal ehrlich: Wer soll das schon verstehen….?

So kompliziert wie in diesem wissenschaftlich formulierten Satz ist es aber gar nicht, und Sie werden sehen: Es macht großen Spaß! Streng genommen braucht man für diese Art des Trainings gar keinen Clicker, ein anderes Signal, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt, täte es auch. Im übertragenen Sinne könnte man das

Clickertraining mit dem Schachspiel vergleichen: Die wenigen Regeln sind leicht zu lernen, schon bald kann man anfangen, sie in die Tat umzusetzen. Aber sehr bald merkt man, dass trotz des übersehbaren, scheinbar geordneten Spielfelds die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt sind.

Man muss vorausschauend denken und auf die Spielzüge des Gegenübers reagieren. Mann kann zwar einen bestimmten Plan verfolgen, diesen aber nicht stur durchziehen, sondern muss auch die Reaktionen des Gegenspielers in die eigenen Aktionen mit einbeziehen.

All dies gilt auch für das Clickertraining, mit dem feinen Unterschied, dass Sie und Ihr Gegenüber nicht gegeneinander, sondern miteinander spielen. Und anders als im Schachspiel, in dem sich zwei Gegenspieler miteinander messen und es am Ende Gewinner und Verlierer gibt, sind beim Clickern die Beteiligten keine Gegenspieler, sondern Partner, und am Ende gibt es nur Gewinner.